Archive for October, 2007:
Kommunale 2007 in Nürnberg
Nein, wirklich, die Kommunale in Nürnberg ist wirklich keine BPM-Ausstellung. Da stand das neue Feuerwehrauto neben dem Beratungsunternehmen für Doppik. Als Ausländer habe ich hier wirklich gelernt, dass Bier in Bayern ein Grundnahrungsmittel ist.
Trotzdem — auch aus BPM-Sicht eine interessante Messe. Am Stand der Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft stand unter dem Titel die Musterverwaltung auch die Firma GZVL (Gesellschaft für zukunftsweisende Verwaltungslösungen) mit einem hoch interessanten Ansatz:
Die Grundüberlegung des Ansatzes ist praxisgetrieben. Es geht dabei darum, Kommunen die geeigneten Software-Hilfsmittel und ein Coaching anzubieten um ihnen die Möglichkeit zu geben ihre eigenen Prozesse nicht nur zu optimieren sondern anschliessend auch in Software umzusetzen. Dabei wird von den Ist-Prozessen ausgegangen, welche mit Hilfe einer BPM-Lösung, welche speziell für die Bedürfnisse einer Verwaltung ausgelegt ist, aufgenommen werden. Organisationsverantwortliche in der Gemeinde sollen dies nach nur 2 Stunden Training schon selbst können. Durch die Unterstützung von Coaches, welche zum einen die eingesetzte Software und andererseits das Thema „Verwaltungsprozesse“ beherrschen können Unsicherheiten schnell behoben werden.
Wiederum im Coachingansatz werden die Prozesse anscheinend optimiert. Dabei können verschiedene Anspruchsträger von Datenschutz über Rechtsdienst, Frauenbeauftragte, Personalvertretung etc. schon während der Optimierung Kommentare hinterlegen und so frühzeitig mithelfen, die Prozessumsetzung in die richtigen Bahnen zu lenken.
Der Ansatz geht hier aber weiter. Die Fachabteilung zeichnet nicht nur Prozessflüsse, sondern kann auch direkt Rollen, einbezogene IT-Ressourcen, benötigte Datenfelder u.v.a. eintragen. Wird anschliessend der so erstellte Prozess exportiert und in einer Prozessautomations-Software (man könnte vereinfachend auch Workflow Engine sagen) „zum Leben erweckt“ — also in ausführbare Applikation überführt, so wird nicht nur ein Prozessfluss übernommen, sondern es werden zusätzliche Informationen wie Datenmodell, Rollenkonzept etc. auch direkt weiterverwertet. Für den Programmierer ergibt sich damit der Vorteil, dass er nicht raten muss, sondern anhand von klaren Vorgaben sehr schnell Prozessapplikationen gestalten kann. Dies indem er einerseits mit einem integrierten Webeditor das UserInterface, andererseits mit Programmanbindungen via Webservice, SOAP, APIs, JDBC/ODBC und vielen weiteren Schnittstellen die bestehende Softwarelandschaft integriert.
Dies also mein persönliches Highlight von der Kommunale.
Content gesucht
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Zwei Welten verschmelzen — SOA-Architekturen und Geschäftsprozess-Management
Um zu verstehen, was SOA-Architekturen für eine Firma als Anspruchsträger einerseits und die Software-Entwicklung andererseits bedeuten, ist es hilfreich, wenn wir uns an die Erfahrungswelt unserer Kindheit erinnern: Wenn wir eine Landschaft bauen wollten, gab es verschiedene Ansätze. Als Erwachsene können wir uns darunter auch IT-Landschaften vorstellen…
Den ganzen Artikel können Sie im Midrange Magazin 10/2007 oder hier lesen:
Zwei Welten verschmelzen — Teil 1
Zwei Welten verschmelzen — Teil 2


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